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Mobbing – schikanöse Behandlung am Arbeitsplatz

Ursachen von Mobbing

Verschaffen wir uns grundsätzlich Klarheit, um an die wahren Ursachen von Mobbing heranzukommen. Gehen wir direkt an die Wurzel und halten uns nicht bei den Symptomen auf.

Stellen wir fest: Jeder Mensch ist gezwungen, seine Bedürfnisse zu befriedigen. Die Befriedigung seiner Bedürfnisse sichert ihm das körperliche und seelische Überleben. Oft kann die Befriedigung der Bedürfnisse, bzw. die ersatzweise Kompensation (Ausgleichshandlung), nur auf Kosten Dritter geschehen:

In der Befriedigung  dieser Bedürfnisse oder deren Kompensation finden wir die (natürliche) Wurzel von Mobbing-Handlungen.

Einige Beispiele: Bedürfnisbefriedigung und Mobbing

Als Grundlage dient die Maslowsche Bedürfnispyramide. Sehen wir uns zum Beispiel das unbewusste/bewusste Streben nach Sicherheit an und beziehen es auf den Arbeitsplatz, so erkennen wir leicht, dass jeder Mensch aus Gründen der Existenzsicherung gezwungen ist, gegenüber anderen Arbeitnehmern seinen Arbeitsplatz zu verteidigen.

Und noch konkreter: Um den eigenen Arbeitsplatz zu sichern, werden Arbeitskollegen gegenüber anderen und den Vorgesetzten in ein schlechtes Licht gestellt, um gleichzeitig selbst gut dazustehen.

Daher wird man in Unternehmen, in denen die Arbeitsplätze nicht mehr sicher sind, sehr stark mit dem Thema Mobbing konfrontiert werden.

Eine weitere zentrale Hauptursache für Mobbing finden wir in der 4. Stufe der Bedürfnispyramide: Die Geltungsbedürfnisse: Respekt und Anerkennung durch andere, Macht, Einfluss, Prestige, Status und Image.

Bei sehr vielen Menschen werden diese Bedürfnisse nur sehr unzureichend befriedigt. Daher werden diese Menschen unbewusst gezwungen, ihre Bedürfnisse auf Kosten ihrer Mitmenschen zu kompensieren. Geschieht dies am Arbeitsplatz, nennen wir es Mobbing.

Auch hier ein Beispiel: Erhalten wir an unserem Arbeitsplatz keine Anerkennung – das trifft auf viele Arbeitnehmer zu – so sind wir unbewusst gezwungen, diesen Mangel auszugleichen (zu kompensieren). Nun werden wir beispielsweise durch rechthaberisches Verhalten und durch Kritik an unseren Arbeitskollegen bestrebt sein, diesen Mangel auszugleichen: Somit ist der nächste Grundstein für Mobbing gelegt.

Oder nehmen wir aus der 1. Stufe der Bedürfnispyramide den Sexualtrieb: Wird ein Arbeitskollege bei seinen Annäherungsversuchen abgewiesen oder gilt es, einen vermeintlichen Rivalen zu bekämpfen, ist auch hier Mobbing am Arbeitsplatz vorprogrammiert.

Sehen wir uns in den Unternehmen um, so werden wir leicht feststellen: Mobbing leitet sich immer und zwangsläufig aus dem bewussten / unbewussten Streben nach Bedürfnisbefriedigung ab.

Jeder kann Mobbing-Täter werden

Selbstverständlich unterliegen auch wir dem unbewussten Drang, unsere Bedürfnisse befriedigen zu müssen. Bilden wir uns auf keinen Fall ein, dass unser Verstand über unsere Triebe siegt: Es ist genau umgekehrt: Unseren Verstand setzen wir als Vehikel ein, um unsere Bedürfnisse befriedigen zu können. 

Deswegen: Sind wir – einmal angenommen – nicht ausgeglichen (unsere Bedürfnisse werden nicht erfüllt), neigen auch wir unbedacht dazu, diesen Mangel an unseren Arbeitskollegen auszugleichen. Schnell werden Arbeitsleistung, Auftreten oder andere vermeintliche Unzulänglichkeiten vehement kritisiert. Und wenn wir es besonders gründlich machen wollen, bringen wir diese Kritik noch vor Kunden und weiteren Arbeitskollegen an.

Gleich danach werden wir uns besser fühlen – weil wir uns kompensiert haben. Allerdings haben wir mit diesem Verhalten einen Scherbenhaufen hinterlassen und werden auf das Echo nicht lange warten müssen: Schon ist das Gerüst für Mobbing erstellt.

Oder auch: Sehen wir unsere Privilegien von neuen Arbeitskollegen gefährdet, werden wir – ob bewusst oder unbewusst – Maßnahmen zur Sicherung unserer Bedürfnisse einleiten. Höchstwahrscheinlich zum Schaden der neuen Arbeitskollegen: Und wieder ist ein Mobbing-Kriegsschauplatz eröffnet.

Wir sehen selbst, wie schnell – und auch oft unbeabsichtigt – wir zu Mobbing-Tätern werden.

Nicht jeder wird Mobbing-Opfer

Nicht jeder wird zum Mobbing-Opfer. Für Menschen, die ein sehr sicheres und selbstbewusstes Auftreten besitzen, ist die Gefahr sehr gering, Opfer einer Mobbing-Attacke zu werden. Auch Menschen, die als sympathisch empfunden werden, müssen sich nur wenig Sorgen um einen Mobbing-Angriff machen.

Ganz logisch: An die selbstsicheren Menschen traut sich kaum ein Täter heran und einem sympathischen Menschen wünscht man prinzipiell alles Gute.

Umgekehrt sind unsichere und mit wenig Selbstvertrauen ausgestattete Menschen bevorzugte und leichte Beute für Mobbing-Täter. Ebenso geraten als unsympathisch eingestufte Mitmenschen schnell ins Visier der Mobbing-Täter.

Was kann gegen Mobbing unternommen werden?

Vom Unternehmen

Im Unternehmen geht es gerecht zu, kein Mitarbeiter muss um seinen Arbeitsplatz bangen, die Führungskräfte sind gut ausgebildet, menschlich und beruflich hochqualifiziert. Insgesamt herrscht hierdurch ein ausgezeichnetes Arbeitsklima.

In diesem Unternehmen wird die Mobbinggefahr aüßerst gering sein.

Wie nahe wir diesem Ziel auch immer kommen: Der Weg ist vorgezeichnet.

Vom Mobbing Opfer selbst

Ist man bereits Mobbing Opfer geworden, sollte man sich dringend Rat von dritter Seite holen. Hier direkte Ratschläge auszusprechen, ohne die konkrete Situation zu kennen, ist nicht möglich.

Doch als Prophylaxe und ganz generell gilt, wer selbstbewusst ist und wer als sympathisch empfunden wird, wird nur äußerst selten Angriffsziel von Mobbing-Tätern.

Wie wir unser Selbstwertgefühl stärken, erfahren wir hier.

Und wie wir von anderen als sympathisch empfunden werden? Ganz einfach: Wir interessieren uns aufrichtig für unsere Arbeitskollegen und sparen nicht mit Lob und Anerkennung. Hierzu auch die 7-Erfolgsregeln.

 

Seien wir uns und anderen gegenüber wachsam, denn immer und überall gilt:

Null Toleranz gegenüber Mobbing!